Wer sagt
eigentlich, dass der deutsche Thrash Metal Underground nix
mehr zustande bringt? Nach einigen mehr als beachtlichen
Veröffentlichungen in diesem Bereich in letzter Zeit, schicken
sich auch die Koblenzer EDGECRUSHER an, den Underground mal
ordentlich aufzumischen. Die vier Songs auf deren Debut wissen
durchaus zu gefallen und dürften sowohl, old school Thrasher,
als auch Liebhaber von Bands der neueren Zeitrechnung des
Thrashs ansprechen. Melodischer Thrash Metal, der überwiegend
im mittleren Tempobereich angesiedelt ist lautet die
musikalische Marschroute von EDGECRUSHER. Der Gesang von Igor
ist tief und rau, aber auch die „sauberen“ Parts hat er locker
drauf. Nach einem klasse Opener wie „Dead blood red“, (ist
übrigens auch auf der CD Beilage vom Legacy Nr. .32 zu hören)
mit starkem mitgröhl Refrain, kann ja eigentlich gar nix mehr
schief gehen. Tut’s auch nicht, denn auch das folgende, etwas
flotter gespielte „Deeper than hate“ kann voll überzeugen und
besitzt zudem einen starken Basspart. „No Zone“ kommt teils
schleppend und teils als Doublebass Dampfwalze. Hier zeigt
Shouter Igor seine gesamte Bandbreite auf und kann auf ganzer
Linie überzeugen. Bei „Golden purity“ geht’s dann wieder
getragener zur Sache. Neben guten Gitarrenlicks glänzt hier
einmal mehr Igor, der in den Strophen clean singt um dann im
Refrain förmlich zu explodieren. Stark! Diese Wort trifft denn
auch auf die gesamte Scheibe zu. Unbedingt anchecken!!! Das
Teil gibt’s für schlappe 6 € (inkl. P +V)bei: Igor Panic, Max
– Stromeyer – Str. 7B, 78467 Konstanz, iggy@edgecrusher.info