Quelle: Klasma Zine
 
 

EDGECRUSHER - Deeper than hate (MCD 2004) 16 min.
Einen schweren Brocken haben mir die Konstanzer mit „Deeper than hate” hingeworfen. Und noch weiß ich nicht genau, ob’s mir schmeckt. EDGECRUSHER bewegen sich musikalisch in einer Schnittmenge von Thrash Metal alter Schule und Power Metal. Die vier Songs kommen schön heftig rüber. Da ist zu hören, daß die Fünfer-Bande schon einige Erfahrung hat, auch wenn die Truppe selber erst seit Anfang ‘02 besteht. Ein äußerst druckvoller Sound und das verflucht variable Songwriting sind die Hauptvorteile von EDGECRUSHER. Dazu kommen dann noch ein paar Soli, wie etwa im treibenden „No zone”, und fertig ist der Haß-Batzen. Leider ist nicht alles so rosig, wie sich’s im ersten Moment anhört. Besonders beim Titeltrack und dem abschließenden „Golden purity” werden nämlich die Probleme bei Schreihals Igor deutlich. Während die tiefen Vocals ordentlich fett und wirksam sind, wirkt der klare Gesang nicht sicher, stellenweise gar schief. Wenn an der Sache noch gefeilt wird, kann für EDGECRUSHER nichts mehr schiefgehen. Für mich ist es momentan „weder Fisch noch Fleisch”, da ich die Mixtur aus Thrash und Power Metal an sich nicht besonders mag. Aber abwechslungsreiche, intensive Tracks wie der Opener „Dead blood red” gehen mir schon mal ins Ohr.