Mit:
Edgecrusher
Vanish
Helangar
The Armada
Nach der schon erfolgreichen ersten Ausgabe des Cold Metal
Night Festivals im Januar (u.a. mit Equilibrium), sollte
nun die zweite Ausgabe des von Helangar organisierten
Konzerts folgen.
Mit etwas
Verspätung ging dann gegen 19:50 Uhr auch endlich die Cold
Metal Night 2 los. Edgecrusher eröffneten den
Abend, und die noch nicht sehr zahlreich anwesenden
Zuschauer durften sich über ein Death-/Thrash-Brett vom
feinsten freuen. Ich kenn die Lieder nun nicht beim Namen,
die vier Stücke vom 4-Track-Demo (siehe auch unsere
hauseigene Review) waren aber wohl alle dabei. Da machten
die Zuschauer schon gut mit, mit der Coverversion von
Slayers "Dead skin mask" ging die Post aber richtig ab und
nahezu alle wurden zum Kopfschütteln animiert. Als sie zum
Abschluss des Sets noch "Hail and kill" von Manowar
ankündigten, musste ich schon befürchten, dass der gute
Gig damit kaputt gemacht wird. Doch zum Glück kam eine
bösartige Knüppelversion des Klassikers bei heraus, die
sogar mir Spaß machte. Insgesamt ein durch und durch
gelungener Auftritt von fünf sympathischen Leuten.
Weniger
mein Fall war die Musik von Vanish. Klassischer
Heavy- / Power Metal wurde geboten, was insgesamt wohl
besser zum Programm passte als der Opener, mir aber
trotzdem nicht zusagen konnte.Etwas unglücklich wirkte es
auf mich, dass der Frontmann manchmal gesungen hat und
manchmal auf dem Keyboard zockte, aber insgesamt ein recht
solider Auftritt. Für Anhänger der Musik sicher nicht
verkehrt, kann ich aber nicht so recht objektiv
beurteilen.
Am
vollsten wars dann natürlich bei Helangar, auf
deren Auftritt hier alle gewartet haben. Die kleine Halle
im JuKuz war von vorne bis hinten gefüllt, als das "Evening..."-Intro
und der dazugehörige Opener "Ragnarök". Schon da hab ich
feststellen dürfen, dass Helangar live absolute klasse
sind und richtig Stimmung machen, was mir mit dem neuen
Stück "Swallowed by the crowd" und meinem persönlichen
Liebling "Farewell Valhalla", bei dem alle mitgesungen
haben, noch mehr bestätigt wurde. Mit "Numb with a cold"
wurde nach dem harten "The sinner" ruhige Saiten
aufgezogen, natürlich war auch hier das Publikum voll
dabei, lieh der Band ihre Stimmen und schwenkte Feuerzeuge
und Plüschherzen gen Himmel. Oder eben Decke. Nach dem
neuen Titeltrack und den abgefeierten (Schon-)Klassikern "Lament
Of Mankind" und "The New World" kams sogar noch ein wenig
besser bei der leider einzigen Zugabe. Etwa 6 Minuten von
"Loki I" wurden gespielt, was nahtlos in "Angels Of Death"
überging und die härteste Seite der Band präsentierte. Das
Lied gefiel mir live viel besser als auf CD. Auf der Bühne
stand niemand steif rum, alle gingen aus sich raus und mit
Thomas hat man einen sehr charismatischen Frontmann am
Start.
Helangar spielten zwar über eine Stunde, die Zeit war aber
trotzdem schnell vorbei. Live sind sie jedenfalls schon
jetzt sehr gut und können sich so bei Auftritten in den
verschiedensten Regionen Deutschlands ohne Zweifel noch
eine ganze Stange Fans erspielen. Auch wenns in Zukunft
wohl auch keine Salami-Solos geben wird.
Den
Abschluss machten The Armada (ehemals Stormwitch),
denen man ihre Professionalität dschon eutlich angemerkt
hat, schließlich sind die Jungs auch schon ca. 20 Jahre
aktiv im Geschäft. Power Metal der alten Schule wurde den
nun weniger werdenen Zuschauern geboten, der sich
gewaschen hat. Wer jetzt noch anwesend war, bekam eine
Band zu hören, die Spielfreude an den Tag legte und an
ihren Instrumenten perfekt waren, vor allem der Keyboarder
legte eine atemberaubende Leistung hin.
Leider war kurz nach Mitternacht schon Schluss mit diesem
schönen Konzert.
Macht aber
nix, da es viel Spaß gemacht hat, die Bands zu sehen, neue
Leute kennenzulernen und mal wieder die
Helangar-Schweinchen zu treffen.
Meine Grüße gehen an Matze, Johannes, Flori, Nico,
Johannes, Thomas, Judith, Marion, Horb, Uta, die
Ruhrmetalalkis, Marc und natürlich den arbeitsgeilen
Sixti-Mitarbeiter ;)