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Konzerte
im Jugendhaus Kloster in Weil der Stadt sind stets etwas feines,
und dies liegt mit Sicherheit nicht nur an den zumeist
erstklassigen Combos, die die Jungs und Mädels dort auf die
Bühne befördern, sondern auch an der geilen Location und der
meist recht ausgelassenen Stimmung dort. Mit DISILLUSION und
FRAGMENTS OF UNBECOMING hatte man dieses mal gleich zwei der
besten, aufstrebenden Newcomerbands der Szene eingeladen, deren
Gastspiel durch die Lake Area Thrasher EDGECRUSHER und
BITTERNESS eröffnet werden sollte.
Die
Thrasher EDGECRUSHER machten dann gleich von Beginn an
mächtig
Druck
und dreschten voller Spielfreude ihr Material in den gut
gefüllten Raum. Vor allem Basser Ivio und Shouter Igor (Gruß! –
der Badewannenscheißer) zeigten sich mehr als sympathisch und
engagiert auf der Bühne, dass die Show einfach Spass machen
musste. Musikalisch ging’s in die härtere Bay Area Ecke um
TESTAMENT und SLAYER mit gelegentlichen Death Metal Einflüssen.
Damit haben die Jungs vom Bodensee schon mal gut vorgelegt und
die Stimmung bestens für die folgenden Bands angeheizt.
Weiter
ging es mit den Death/Thrash Hopefulls BITTERNESS,
ebenfalls aus der Lake Area – und die boten genau das, was ich
erwartete. Erstklassiger, leicht skandinavisch beeinflusster
Thrash Metal vom feinsten, mit Anspruch und Melodie und dabei
äußerst moshkompatibel. Was will man mehr? Dabei sprühten die
Jungs wie immer nur so vor Spielfreude und stifteten damit nicht
wenige zum Abgehen an. Songtechnisch gab’s hauptsächlich Stoff
vom letzten Album „Sweet Suicide Sollution“ und ein Tribut an
Chuck Schuldiner in Form von „Pull the Plug“. Klasse – starker
Auftritt, eigentlich wie immer!
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FRAGMENTS
OF UNBECOMING kann man zweifellos als
eine der besten deutschen Schwedentod Combos bezeichnen. Schon
die DebütMCD war ein Knaller vor dem Herrn, ganz zu schweigen
vom ersten Album "Skywards – A Sylphe's Ascension" über Metal
Blade. Livehaftig brauchen sich die Franken allerdings auch
hinter niemanden zu verstecken. Mittlerweile zum Fivepiece
angewachsen, knallen die Songs dank Sam
von
LEGACY als Leadschreihals im Duett mit Gitarrist Stefan noch
geiler aus den Boxen. Dazu geht der Kerl auf der Bühne auch noch
ab wie Schmitts Katze und treibt das Publikum an, was man von
seinen Kollegen, die sich eher auf ihr Spiel konzentrieren, ja
nicht gerade behaupten kann. Leider ist ja Sam mittlerweile nur
noch Sessionmember der Franken. Neben reichlich Songs der Full
Length Scheibe gab’s auch einige Kracher der MCD sowie das
obligatorische und von mir wie immer freudig erwartete AT THE
GATES Cover „Blinded by Fear“. Absolut geiler Auftritt, mehr
gibt’s dazu nicht zu sagen.
DISILLUSION:
DIE Überraschung 2004!!! Eigentlich sind die Sachsen musikalisch
von meinem Geschmack soweit entfernt wie ein lecker
DoppelWhopper von dem gierigen Rachen eines Vegetariers, dennoch
hat mich „Back to Times of Splendor“ umgehauen. Keine Ahnung
warum!?! Dementsprechend war ich auch auf die Performance des
Trios mehr als gespannt. Ich habe auch keine Ahnung, wie es die
Jungs hinbekommen h abe,
trotz Bass und Keyboards vom Band so authentisch, ja perfekt zu
klingen. Aber es gibt Dinge, die ich nicht zu verstehen brauche.
Basta! DISILLUSION waren einfach nur atemberaubend. Sowohl die
Stücke des brillanten Albums „Back to Times of Splendor“ wie
auch Stücke der beiden MCDs „The Porter“ und „Three Neuron
Kings“ wurden absolut mitreißend, leidenschaftlich, voll Hingabe
und Enthusiasmus zelebriert, dass nicht nur mir vor Begeisterung
die Kinnlade runterklappte. Wahnsinn! Dabei litt Sänger Vurtox
auf der Bühne förmlich mit dem Protagonisten der Songs, hauchte
ihm voller Leidenschaft Leben ein und transportierte die
Stimmungen
und
Emotionen des Albums fast noch intensiver und ergreifender auf
die Bühne. Absolut überragend! DISILLUSION wurde wie keine
zweite Band an diesem Abend vom Publikum gefeiert, was sie sich
aber auch redlich verdient hatten. Nachdem das Set nach einer
regulären Zugabe beendet war, kamen die Zugaberufe nicht zum
erliegen und die Band überlies es dem Publikum, einen weiteren
Song als finale Zugabe zu wählen, welches der knapp
viertelstündige Titeltrack des Debütalbums sein sollte. Und ohne
Widersprüche wurde auch dieses Epos absolut ergreifend nochmals
dargeboten. Das nenn ich mal Fannähe und –freundlichkeit! Das
war groß, ganz groß!!!
Nachdem DISILLUSION die Bühne verlassen hatten, zogen wir uns
noch an die Bar zurück um diesen grandiosen Abend gebührend bei
einigen Bier, Korea und Gesprächen und mehr oder weniger
lustigen Aktionen, über die hier allerdings der Mantel des
Schweigens schützend ausgebreitet bleibt, ausklingen zu lassen.
Mein Dank geht an dieser Stelle an Benni und seine Leute von
JuHa Kloster, die mal wieder ein 1A Konzert auf die Beine
gestellt haben, für die Bewirtung, Schlafmöglichkeiten und
natürlich die Pics. Das nächste Mal sind wir auf jeden Fall
wieder am Start und präsentieren auch wieder gerne!
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