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EDGECRUSHER - Deeper Than Hate |
Thrash Metal
Label/Kontakt: Igor Panic ; Max-Stromeyer-Straße 7b ; 78467 Konstanz
4 Songs (15:40)
Break
of the edgecrusher … break of the edgecrusher !!! Aber man kann sich auch
gewaltig irren …Vorschnell gefreit selten gedeiht ! Bandname und Cover
weckten sofort Erinnerungen an diesen bestimmten Fear Factory Song der
Platte “Obsolete”, aber der Fünfer aus Konstanz denkt gar nicht daran,
etwaige Angstfabrik Stücke darzubieten und somit meinen anfänglichen
Erwartungen in irgendeiner Form nachzukommen. Für FF Mucke sind vielmehr
De/Test zuständig, nicht aber Edgecrusher. Die Jungs sind eher vom
altschullastigen Thrash angetan und haben mit Cyber Metal rein gar nix am
Hut. So treffen in den vier recht anständig arrangierten und verhältnismäßig
überlegt komponierten Tracks Slayerriffs auf Testamentmelodien und leckere
Sentencedanleihen; dabei fließt stets eine eigene Note ins Songwriting mit
ein, so dass Edgecrusher sich sicherlich nicht den Vorwurf, bloße Kopisten
zu sein, gefallen lassen müssen. Zudem haben sich die Kerls bemüht, das
Material abwechslungsreich zu gestalten und jedem Song einen einprägsamen
Chorus zu verpassen. Gekrönt vom variablen, markanten Gesang des Fronters
und Bandkopfs Igor Panic, der allerdings bei den „cleanen“ Stellen ein wenig
abseits der richtigen Töne liegt, hauen besonders der Opener „Dead Blood
Red“ und das bärenstarke „No Zone“ mächtig ins Gemächt, während das
abschließende „Golden Purity“ mit sehr annehmbaren Gitarrensoli aufzuwarten
weiß. Sicherlich haben die Songs einige kompositorische Schwächen und können
bei Weitem noch nicht an die Vorbilder anschließen, aber mit Blick auf die
Tatsache, dass die Band erst seit März 2002 besteht, ist den Herren ein
solider Einstand gelungen. Schade nur, dass die Produktion so dumpf
ausgefallen ist und alles so dünnbrüstig und drucklos klingt, als hätte sich
ein Kettenraucher am New York City Marathon versucht. So verpuffen einige
der guten Riffs im ärgerlichen Klangbrei. So ist also noch einige
Entwicklungsarbeit angesagt, aber trotzdem haben Igor Panic und seine Jungs
Lust auf mehr gemacht, so dass wir dem ersten Longplayer mit großen
Erwartungen entgegensehen dürfen. Denn man tau !!!
Punkte: 6/10
(Audaron / 30.07.2004) |
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