Näme man nur die Riffs,
könnte man EDGECRUSHER relativ leicht in die Power Metal Ecke einordnen.
Aber dafür ist der Fünfer ein gutes Stück zu düster und Sänger Igor Panic
klingt so gar nicht, wie der typische Power Metal Sänger. Er kombiniert
Growls mit Melodie, was ihm im Großen und Ganzen auch gut gelingt. An
mancher Stelle wäre es aber besser gewesen entweder richtig zu grunzen oder
aber den Punch etwas aus der Stimme zu nehmen. Letzteres macht er
beispielsweise auf "No Zone" und das klingt dann wieder richtig gut. Während
die Riffs wie gesagt in Richtung Power Metal mit dezenten Thrash-Anleihen
gehen, schaut man in Sachen Melodie eher ins Gothic oder Schwedentodlager.
Passt aber wunderbar zusammen, zumal die Scheibe sauber eingespielt ist und
EDGECRUSHER deutlich vom 0815-Schülerband-Niveau entfernt sind. Der Sound
ist stellenweise ein klein wenig dumpf, insbesondere die Gitarren könnten
eine Prise mehr Brillianz vertragen können aber insgesamt drückt die Scheibe
sehr amtlich. Den Silberling gibt es für sechs Euro (inkl.Porto) bei der
Band. (goofy)
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